Kompetenz mit Paaren

Beziehungskrisen gehören zu den schwer belastenden Lebensereignissen, in der Paare Hilfe benötigen. Dabei haben TherapeutInnen oft die Tendenz, zu schnell Lösungen anzubieten und Partei zu ergreifen.

Ebenso sind Probleme auf der Paarebene bei vielen seelischen Störungen wesentlich aufrechterhaltend oder auch auslösend. Im direkten Umgang mit dem Paar sehen sich die BehandlerInnen häufig mit einer schwer beherrschbaren Dynamik konfrontiert.

Systemiker haben Antworten darauf, wie man seine „Allparteilichkeit“ wahrt und mit dem Paar Veränderungen initiiert. Aus dem systemischen Verständnis der Paardynamik leiten wir hilfreiche Interventionen ab. Je nach Konstellation können einzelne Paarsitzungen indiziert sein oder eine Paartherapie im engeren Sinne.

Diese Reihe wendet sich in erster Linie an psychiatrisch und psychotherapeutisch erfahrene KollegInnen, die für ihre klinische Praxis ein solides Handwerkszeug in der Arbeit mit Paaren erwerben wollen. TeilnehmerInnen, die nicht als ärztliche oder psychologische PsychotherapeutInnen tätig sind, können nach individueller Prüfung aufgenommen werden.

 

 

Facts and Figures

Seminarzeiten: jeweils 9.30 bis 18.00 mit 90 Minuten Mittagpause.

Teilnehmerzahl: 12 – 16

Kosten: Sfr.660.– für 2 Tage Workshop. Es kann nur der gesamte Kurs gebucht werden.

Inhaltliche und Zulassungsfragen: thomas.utz@pfsk.ch

Anmeldung: barbara.weyer@fabe.ch

Credits:

Die Fortbildung wird von verschiedenen Verbänden explizit anerkannt:

SGPP: 20 Credits für das gesamte Curriculum

FSP: Die besuchten Stunden werden als Teil der individuellen Fortbildungspflicht angerechnet.

SKJP: Für den Fachtitel «Fachpsychologin in Kinder- und Jugendpsychologie FSP» werden für die Module 2, 3, 4 und 6 bei «Thematische Kurse» 56 Einheiten als Kompensation angerechnet.

ASP: 42 Credits für die gesamte Fortbildung

SBAP: Die besuchten Stunden werden SBAP-Mitgliedern für deren Fachtitelanerkennung und für deren berufliche Qualitätssicherung angerechnet.

 

Sechs Module (à zwei Tage)

1

27. und 28.10.17   Thomas Utz: Systemische Grundlagen, der Anfang.
Die Paarbildung auch im historischen und kulturellen Kontext, Phasen einer Beziehung, Arbeit mit dem Genogramm, Indikationsstellung, Setting, eigene Position im Paarsystem, Durchführung des Erstgesprächs, Umdefinition des Symptoms.


 

2

8. und 9.12.17  Elmar Schütz: Kommunikation und Basistechniken.
Kommunikationsmuster, Bindungstheorie Paaranamnese, strukturelle Techniken, Positives Umdeuten, Hausaufgaben
Ambivalenzarbeit, Doppeln.


 

3

26. und 27.1.18  Thomas Estermann: Konflikt als Ressource, fortgeschrittene Techniken.
Themen, Hintergründe und Bedeutung von Konflikten. Zirkuläres Fragen, Unterbrechung von Mustern. Pacing und Leading, Wirkungsorientierte Interviewtechnik.


 

4

13. und 14.4.18  David Trachsler: Herkunftsfamilien und erlebnisaktivierende Methoden.
Die Position der Partner in ihren Herkunftsfamilien und deren Bedeutung für die Partnerschaft. Die Position der TherapeutInnen in ihren Familien und deren Bedeutung für die Therapie. Gegen- und Eigenübertragung. Prozessuale Aktivierung und erlebnisaktivierende Methoden: Skulptur, Dramatisierung, Enactment.


 

5

25. und 26.5.18  Anatinna Trionfini: Sexualität und Begehren.
Einordnung von sexuellen Problemen, Lust und Erregung, Bindung und Erotik, Sexualität und Paardynamik,Sexuelle Biographie, Arbeit mit erotischen Blockaden.


 

6

7. und 8.9.18   Iris Fillié-Utz: Trennungsbegleitung.
Phasen einer Trennung, Klärung, Trennung, Konsolidierung Ambivalenz, Widerstand, Verleugnung, Aggressionen Differenzierung von Paar und Elternebene.

 

Wir führen diese Fortbildung in Kooperation mit der Familien-, Paar- und Erziehungsberatung Basel (www.fabe.ch) durch.

Veranstaltungsort

Fabe Basel, Greifengasse 23, 4053 Basel.

Veranstaltungsort Kompetenz mit Paaren

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